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Kindertagespflege

Individuelle und flexible Betreuung

Die Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte, familienähnliche Betreuungsform, die vor allem gerne für Kinder unter drei Jahren in Anspruch genommen wird. Sie ist hinsichtlich der qualitativen Voraussetzungen mit der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung vergleichbar.

Es gibt unterschiedliche Formen der Kindertagespflege. Die häufigste Form ist die häusliche Kindertagespflege, die durch eine einzelne Kindertagespflegeperson im eigenen Haushalt ausgeübt wird. Darüber hinaus ist Kindertagespflege in angemieteten Räumen sowie im Haushalt der Eltern möglich. Auch sind Zusammenschlüsse von zwei oder drei Kindertagespflegepersonen gängig (sog. Großtagespflegestellen).

Gemeinsam ist allen Formen die kleine Gruppengröße von maximal fünf Kindern pro Tages-pflegeperson (bei Zusammenschlüssen ist die Gruppe auf insgesamt max. 9 Kinder beschränkt). Dies ermöglicht soziales Lernen in kleinem Rahmen sowie die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes. Aus entwicklungspsychologischer Perspektive ist auch die Tatsache, dass Tagespflegekinder immer ein- und dieselbe Bezugsperson vorfinden, von großem Vorteil. Darüber hinaus sind die familiäre Anbindung und die zeitliche Flexibilität Aspekte, warum viele Eltern die Kindertagespflege als Betreuungsform für ihre Kleinkinder wählen.

Die Kindertagespflege stellt nach dem Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab dem 1. Lebensjahr ein gleichwertiges Angebot zur Kindertagesstätte dar. Auch hinsichtlich der für die Eltern entstehenden Kosten ist die Kindertagespflege gleichgestellt. Laut Ratsbeschluss vom 01.10.2013 zahlt die Stadt Köln den Kindertagespflegepersonen eine Geldleistung. Letztere verzichten auf Zuzahlungen von Seiten den Eltern (ausgenommen ist das Essensgeld). Eltern werden von der Stadt Köln zu einem einkommensabhängigen Elternbeitrag herangezogen, analog der Betreuung in Kindertagesstätten.